Die Ferienprojektwoche mit 20 Kindern am Aktivhof und auf dem SoLaWi Oelsberg Acker stand ganz unter dem Zeichen der Trockenheit und Hitze. Es wurden von den Kindern die neu gesetzten Salate und der Fenchel, sowie die Tomaten und Gurken gegossen. Dabei wurde allen bewußt, dass nur an der Pflanze direkt gegossen werden darf, um das wertvolle Wasser nicht zu verschwenden. Auch unsere Wasserressource muss immer wieder in die vier tausend Liter Tanks auf dem Acker aufgefüllt werden. Wir haben das große Glück, in Oelsberg einen Dorfbrunnen zu haben von dem wir unser Wasser beziehen können. Die größeren Kinder konnten mit Eimern erleben, wie lange es dauert bis ein 1000 Liter Fass vollgefüllt ist.

Auch der Ackerboden hat uns seine Geschichte erzählt. Es wurde an drei verschiedenen Stellen Erde ausgehoben und in Schüsseln demonstriert, wie unterschiedlich sich die Bearbeitung und Behandlung des Bodens auf die Bodenstruktur und das Bodenleben auswirkt. Wir hatten die mit Kleemaat gemulchte Erde voller Lebewesen, feucht und feinstrukturiert, die mit Sonnenblumenstielen untergehobene Erde, trockener, sehr fein strukturiert und mit einigen Bodenlebewesen, sowie die vom gewendeten schweren Schlepper verdichteten Erde, die hart, großklumpig und mit fast keinen Lebewesen bestückt war. Es wurde schnell klar, warum die SoLaWi größtenteils mit Handarbeit und nur mit kleinem Schlepper arbeitet. Die Aufwertung und Steigerung der Qualität des Ackerbodens ist der SoLaWi in diesem sehr gut gelungen und konnte demonstriert werden.

Natürlich haben die Kinder, wie bereits letzes Jahr, ihr bio-vegetarisches Mittagessen aus dem Gemüse vom Acker in der Draußenküche zubereitet. Wir haben uns sehr über den Ernteanteil eines Mitgliedes gefreut, der uns sein Gemüse für diese Woche zur Verfügung gestellt hat, da der Acker dieses Jahr noch nicht die Fülle an Ernte bereit hält.

Zwei Vormittage dieser Ferienwoche haben wir im kühlen Wald verbracht und mit allen Sinnen die Natur erlebt. Die Kinder haben sich in das Gebiet der Waldschätze begeben und sind mit Birkentalerketten belohnt worden, die, wenn man an ihnen reibt, uns daran erinnern, dass wir uns in alles einfühlen und hineinversetzen können.

Einige Kinder haben Brennesseln gesammelt, daraus wurde Brennesselpesto zubereitet und in getrockneter Form wurde Brennesseltee aufgekocht.

Alle Kinder konnten in dieser Woche in unserer Hofwerkstatt ein Vogelfutterhäuschen für zu Hause bauen, anmalen und lackieren. Es wurde darüber gesprochen, warum wir mittlerweile ganzjährig die Vögel füttern müssen und wo hierbei die Parallelen zu der achtsamen Pflege unseres Ackerbodens und den sich darin befindenden Lebewesen besteht. Was braucht die Natur um wieder selbst genug gesunde Nahrung für die Vögel zur Verfügung zu stellen? Was können die Menschen tun um dies zu fördern?

An den Nachmittagen wurde in dieser Woche erstmals „Hautnah am Pferd“ angeboten. Hier konnten die Birkentalerketten aus dem Wald ihre volle Wirkung zeigen, denn es ging hauptsächlich um das Einfühlen und Hineinversetzen in die Pferde.

Wir danken den Eltern für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit und den Kindern, die trotz großer Hitze bereit waren mit uns eine tolle erlebnisreiche Woche zu verbringen.